FREIE PLÄTZE: Ab August 2021 3 Plätze frei.

Pädagogisches Konzept

Meine pädagogische Arbeit

Sehr wichtig ist mir in meiner Arbeit mit den Kindern, dass sie sich bei mir sicher und geborgen fühlen. Und das ich zu den Kindern eine liebevolle und vertrauensvolle Beziehung aufbaue. Mein wichtigstes Ziel ist es, jedes Kind entsprechend seinen individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen in seiner Entwicklung zu unterstützen. Es soll zu einem eigenverantwortlichen, selbstständigen, mitfühlenden und gemeinschaftlichen Menschen heranwachsen. Ich möchte keine einseitige Förderung bestimmter Fähigkeiten, sondern versuche alle Bereiche, die zu einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung beitragen abzudecken.

Deshalb ist mein Konzept sehr nach den Ansichten von Emmi Pikler und Maria Montessori orientiert. 

Emmi Pikler war eine ungarische Kinderärztin (1902-1984). Durch ihre Arbeit konnte sie viele Eindrücke und Erfahrungen sammeln und ist durch Ihre Forschung zu dem Entschluss gekommen, dass die frühkindliche Entwicklung von Kleinkindern verantwortungsvoll unterstütz und begleitet werden muss. So dass Kleinkinder, die schon außerhalb der Familie betreut werden, sich emotional und sozial gesund entwickeln können. 

„Ist das Kind satt an Beziehung, ist es frei zu spielen."

-Emmi Pikler-

Maria Montessori (1870-1952) war italienische Ärztin und Reformpädagogin. Sie entwickelte die Montessoripädagogik. Ihr war es wichtig die Kinder als eigene Persönlichkeiten und vollwertigen Menschen wahr zu nehmen. Sie soll lernen einen eigenen Willen zu entwickeln und selbständig denken und handeln zu können. Jedes Kind soll die Möglichkeit bekommen sich in seinem eigenen Rhythmus zu entwickeln und lernen Probleme zu lösen und nicht ihnen aus dem Weg gehen. 

„Hilf mir, es selbst zu tun“

-Maria Montessori-


Mein kompletes ausführliches Konzept würde ich Ihnen gerne in einem Persönlichen Gespräch vorstellen. 

Zusammenarbeit mit den Eltern

Der enge Kontakt mit den Eltern ist mir bei meiner Arbeit von großer Bedeutung. Es ist mir sehr wichtig zu den Eltern ein gutes Verhältnis zu haben. Die Beziehung zwischen den Eltern und mir sollte auf Vertrauen, Wertschätzung und Verständnis für die Situation des anderen aufbauen.

Ich lege viel Wert auf eine gute Kommunikation und Kooperation.

Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Sorge um das Wohl des Kindes. Ich möchte die Eltern in ihrer Erziehung und Bildung ihres Kindes unterstützen, damit sie die Familie und ihren Beruf gut miteinander kombinieren können.

Regelmäßige Gespräche mit den Eltern sind mir deswegen besonders wichtig. Daher nutze ich täglich die Gelegenheit zu einem kurzen Informationsaustausch beim Bringen und Abholen der Kinder.

Sollte sich zwischendurch ein intensiver Gesprächsbedarf ergeben nehme ich mir gerne Zeit und vereinbare einen Termin mit den Eltern.

Darüber hinaus lade ich die Eltern alle 6 Monate zu einem Elterngespräch ein.

In diesem Gespräch geht es um den allgemeinen Verlauf in der Tagespflege, den aktuellen Entwicklungsstand des Kindes und über eventuelle Probleme oder Sorgen, Anregungen beiderseits. Damit die Eltern auch immer genaustens informiert sind was wir den ganzen Tag so machen habe ich im Flur eine Infotafel hängen. Dort gibt es jede Woche einen Essensplan und einen Wochenplan welche Aktionen in der Woche stattfinden.

Ich unterliege der Schweigepflicht genauso wie die Eltern auch, d.h alles was in Elterngesprächen, Tür und Angelgespräche besprochen wir ist nicht an dritte weiter zu geben.


Die Bedeutung der Entwicklungsdokumentation


Meine Kindertagespflege erfüllt einen gesellschaftlichen und pädagogischen Auftrag. Um diesem vollauf gerecht zu werden, beinhaltet die Betreuung und Förderung Ihres Kindes eine fortlaufende Entwicklungsdokumentation. Ich beobachte die Kinder und halte die einzelnen Entwicklungsschritte in Fotodokumentation fest. Die Entwicklungsdokumentation wird von der Tagesmutter und den Eltern gemeinsam gestalten. Wenn Eltern z.B Fotos  von einem Ausflug am Wochenende oder von einem Entwicklungsschritt , der Tagesmutter geben kann sie diese mit in die Entwicklungsdokumentation einfließen lassen, dadurch wird für das Kind die individuelle Entwicklungsdokumentation mit allen Fähigkeiten, Besonderheiten und Meilensteinen stets nachvollziehbar und erfahrbar gemacht. 

Die Entwicklungsdokumentation dient der Tagesmutter auch zur Grundlage der Entwicklungsgespräche mit den Eltern. 

Die Entwicklungsdokumentation gehört dem Kind und wir nach entlassen der Kindertagespflege an sie überreicht. 


Die Eingewöhnung als sanfter Start in den neuen Lebensabschnitt

Die Eingewöhnungsphase Ihres Kindes zählt zu den wichtigsten Abschnitten während der Zeit der Betreuung. Denn Kinder und Eltern müssen Vertrauen zur mir aufbauen. Jedes Kind reagiert anders auf Veränderung und manche Kinder brauchen mehr Zeit, um sich an die neue Bezugsperson und die neuen Räumlichkeiten zu gewöhnen. In der Kindertagespflege wird deshalb auf die individuellen Bedürfnisse jedes Kindes bei der Eingewöhnung in die neue Umgebung eingegangen. Zwischen mir und Ihrem Kind wird schnell eine vertrauensvolle Beziehung entstehen, die Ihrem Kind Sicherheit gibt. Trost und Zuwendung kann es dann von mir gut annehmen, wenn es einmal müde ist oder ein kleines Unglück den Tag trübt.

Die Eingewöhnungszeit dauert je nach Bedarf von Kindern und Eltern zwischen einer und vier Wochen. Sollte sich ein Kind mit der Eingewöhnung schwerer tun, macht das auch nichts. Denn das Tempo wird allein von Ihrem Kind bestimmt. Schließlich muss es neben mir als neue feste Bezugsperson auch die anderen Kinder kennenlernen. Diese Phase der Veränderung sollte behutsam eingeleitet werden. Aus diesem Grund besteht der Beginn der Eingewöhnung aus mehreren Phasen, bei denen ein Elternteil anfangs anwesend sind, sich dann nach und nach immer mehr zurückziehen können. 

Ziel der Eingewöhnung

Das Ziel der Eingewöhnung ist es während der Anwesenheit der Bezugsperson (Mama oder Papa) eine tragfähige Beziehung zwischen Kindertagespflegeperson und Kind aufzubauen. Die Beziehung soll Bindung ´s ähnliche Eigenschaften haben und dem Kind Sicherheit bieten. Das Gefühl der Sicherheit durch eine gute Beziehung zur Kindertagespflegeperson ist die Grundlage für gelingende Bildungsprozesse in der Kindertagespflege und einen gesunden Start des Kindes in einen neuen Lebensabschnitt. Darüber hinaus soll das Kind selbstverständlich die Kindertagespflegestelle mit all ihren Abläufen, Regeln, Ritualen aber auch die anderen Kinder und Räume in aller Ruhe kennen lernen. Für die Eltern bietet die Eingewöhnungszeit eine besondere Form des Einblickes in die Kindertagespflege.

Eingewöhnungstabelle

Die Eingewöhnungszeit ist für das Kind, die Eltern und die Kindertagespflegeperson die eine wichtige und spannende Phase. Der Übergang von Zuhause in die Tagespflege ist für das Kind eine sehr große Herausforderung. Um eine Beziehung zum Kind aufzubauen und den Übergang so stressfrei wie möglich zu gestalten, werden wir uns an das Berliner Eingewöhnung´s Modell halten.

Grundphase

(die ersten 5 Tage)

Ÿ  Mutter und Kind kommen zur Kindertagespflegeperson nach Hause und bleiben ca. 1-3 Stunden.

Ÿ  Mutter:

Þ    die Mutter ist eher passiv und Sie drängt das Kind nicht und akzeptiert, wenn das Kind die Nähe zur Mutter sucht.

Þ    die Mutter bietet dem Kind einen sicheren Hafen.

                         

Ÿ  Kindertagespflegeperson:

Þ    nimmt vorsichtig Kontakt zum Kind auf und bietet altersangemessene Spielangebote an.

Þ    beobachtet das Verhalten zwischen Mutter und Kind.

                         

Ÿ  Wichtig Kein Trennungsversuch

1 Trennungsversuch

(kein Trennngsversuch nach einem Montag)

Ÿ  Mutter und Kind kommen zur Kindertagespflegeperson nach Hause, kurze Zeit später (ca. 15-30 min) verabschiedet sich die Mutter und lässt das Kind bei der Kindertagespflegeperson

Ÿ  Wichtig sich von Kind zu verabschieden

Ÿ  Hier entscheidet sich wie lange die Eingewöhnung dauert.

Ÿ  Kind:

Þ    Reaktion des Kindes ist der Maßstab für den weiteren Verlauf der Eingewöhnung.

Þ    das Kind ist interessiert und sucht selten den Blick der Mutter

Þ    das Kind versucht selbst mit der Belastungssituation fertig zu werden

Þ    das Kind weint anfangs und lässt sich von der Kindertagespflegeperson beruhigen.

Ÿ  Tennungsdauer ca 30 Minuten

Ÿ  dieses spricht für eine kurze Eingewöhnungszeit von ca. 1 Wochen

                         

Ÿ  ODER

                         

Þ    wenn das Kind verunsichert ist

Þ    häufig suchende Blicke nach der Mutter zeigt

Þ    das Kind lässt sich nicht von der Kindertagespflegeperson beruhigen

                         

Ÿ  DANN

                         

Þ    kommt die Mutter sofort wieder zurück

Ÿ  dies spricht für eine längere Eingewöhnungszeit von ca.2-4 Wochen

Stabilisierungsphase

(die nächsten 5-6 Tage oder nächsten 2-4 Wochen)

Ÿ  die Kindertagespflegeperson versucht die Aufgaben der Mutter zu übernehmen

Ÿ  Mutter:

Þ    die Mutter bleibt in der Nähe und überlässt es der Tagesmutter als erste auf die Signale des Kindes zu reagieren.

Ÿ  Kindertagespflegeperson:

Þ    die Kindertagespflegeperson füttert, wickelt das Kind

Þ    versucht Spielpartner für das Kind zu werden

Þ    bezieht die anderen Tageskinder auch mit ein.

Ÿ  Nur wenn das Kind gelassen auf die Trennung am 4 Tag reagiert, kann die Trennungszeit am 5 und 6 Tag ausgedehnt werden

                         

Ÿ  ODER

                         

Ÿ  ist das Kind am 4 Tag untröstlich und verlangt nach der Mutter sollte die Mutter am 5und 6 Tag noch am Tagesgeschehen teilnehmen.

                         

Ÿ  DANN

                         

Ÿ  solle erst wieder ein erneuter Trennungsversuch am 7 Tag unternommen werden.

Schlussphase

Ÿ  Die Mutter ist nicht mehr bei der Kindertagespflegeperson zu Hause, kann aber jederzeit erreicht werden.

Ÿ  Wichtig Abschied ritual

Ÿ  Akzeptiert das Kind die Kindertagespflegeperson als sicheren Hafen, kann die Eltern begleitende Eingewöhnung beendet werden.

 

Ÿ  Die Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn das Kind sich zum einem von der Kindertagespflegeperson trösten lässt und mit seinen Weitern Bedürfnissen auf die Kindertagespflegeperson zu kommt, aber auch grundsätzlich bereitwillig und gerne in die Tagespflegestelle kommt.

 



Die Vernetzung der Kindertagespflege und der Austausch mit anderen Gruppen

Auch wenn viele Tagesmütter und Tagesväter allein oder zu zweit arbeiten, sind sie untereinander gut vernetzt. Regelmäßige Treffen, etwa bei Fortbildungsangeboten, fördern den Kontakt. Daraus entsteht ein reger und beständiger Austausch von Erfahrungen.  Auch die Kinder profitieren von der Vernetzung der Tagesmütter und Tagesväter.

Bei Ausflügen oder Spaziergängen kommt es häufig vor, dass sich verschiedene Gruppen begegnen und der Kreis der Kinder für eine gewisse Zeit deutlich vergrößert wird. So lernen sie neue Spielkameraden kennen und können die in der eigenen Gruppe erworbenen sozialen Fähigkeiten über den vertrauten Personenkreis hinweg zur Anwendung bringen.